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Editorial #48: Let’s talk. Interviews


Zitiervorschlag
Redaktion LIBREAS, "Editorial #48: Let’s talk. Interviews". LIBREAS. Library Ideas, 48 ().


Mitte April 2026, in Berlin an einem Tag, der erst noch ganz grau und verhangen war, aber dann über Mittag doch noch zu bestem Frühlingswetter wechselte. Ein Teil der LIBREAS-Redaktion – der, der gerade in der Stadt sein kann – trifft sich in einem der Parks. Sicherlich: Der Park ist irgendwie schon zu voll. Die Grillwiese ist praktisch komplett besetzt. Menschen spielen dort Frisbee, wo andere Menschen durchgehen wollen. Die Schlangen vor dem Imbiss sind zu lang (aber zum Glück noch nicht die in den umliegenden Spätis). Auf dem Hügel im Park finden wir aber doch einen Platz, auf einer der dort neu gebauten Bänke mit Blick über die Bäume, die Häuser hinweg in den weiten Horizont. Später dann wechseln wir auf eine Bank am Brunnen des Parks, der heute besser gepflegt ist, als es noch vor einigen Jahren der Fall war.

Was wir hier tun, ist vor allem miteinander zu reden. An sich geht es um das Soziale, aber selbstverständlich geht es auch immer wieder um die Zeitschrift. Um Dinge, die wir gerne in Zukunft umsetzen wollen, um Dinge, die bislang nicht so geklappt haben. Um all das. Grundsätzlich ist es positiv. Sicherlich: Wir wissen auch, dass die Welt sich gerade nicht nur zum Guten entwickelt, dass es vielen Menschen viel schlechter geht als uns hier: Kriege, Book Bans, Sparmaßnahmen. Es fällt leicht, solche Punkte aufzuzählen. Aber was hier doch überwiegt: Das gemeinsame Gespräch, der Frühling, die Dinge, die dann neu werden, die aufblühende Natur, die Enten im Brunnen, vermitteln Positives. Bei all dem, was falsch läuft, was besser werden muss – das Gespräch miteinander hilft uns auch, einen ruhigen Blick auf die Zukunft zu gewinnen.

Sicherlich, diese Grundstimmung passt gerade gut auf die Zeitschrift: Wir haben mehrfach verkündet, dass sich intern einiges ändert. (Und, um daran zu erinnern: Wir sind weiterhin auf der Suche nach Personen, die in der Redaktion mitarbeiten wollen.1) Aber es scheint uns auch, dass wir diese Veränderungen gut meistern.

Redaktionsorte XXVII: Berlin, Frühling 2026

Und das passt auch auf unsere neue Ausgabe. Das Schwerpunktthema Interviews wird von einer ganzen Reihe von Gesprächen aufgegriffen, die tatsächlich, so wie wir gehofft haben, mit sehr verschiedenen Personen aus dem Bibliothekswesen geführt wurden. Neuen Direktor*innen, alten und aktuellen Mitgliedern von Redaktionen, Professor*innen, Bibliothekar*innen. (Wer wieder einmal fehlt, sind Nutzer*innen von Bibliotheken. Aber vielleicht wäre das ja ein Thema für eine spätere Ausgabe.) Zudem erreichten uns einige Beiträge, welche die Methode des Interviews reflektieren. In den Beiträgen außerhalb des Schwerpunktes geht es wieder einmal (was wir begrüßen) um Projekte im Rahmen des Wikiversums und sowie (was auch ein wichtiges Thema ist, obgleich man sich immer wünscht, dass es nicht in der eigenen Einrichtung relevant wird) um Schädlinge, also Insekten vor dem Hintergrund des Klimawandels.

Mit Hoffnung auf ein besseres Morgen und einen Verweis auf den laufenden Call für die Ausgabe #49 zum Schwerpunkt Genuss — Essen, Trinken, Schlafen in der Bibliothek2 verbleiben wir mit Wünschen für eine angenehme Lektüre.

Redaktion LIBREAS

(Berlin, Brandenburg an der Havel, Chur, Göttingen, Karlsruhe und München)


  1. Call für Mitglieder der LIBREAS-Redaktion und des LIBREAS-Vereinsvorstandes, 08.01.2026, https://libreas.wordpress.com/2026/01/08/call-fur-mitglieder-der-libreas-redaktion-und-des-libreas-vereinsvorstandes/↩︎

  2. CFP #49: Genuss — Essen, Trinken, Schlafen in der Bibliothek, 14.04.2026, https://libreas.wordpress.com/2026/04/14/cfp-49-genuss-essen-trinken-schlafen-in-der-bibliothek/↩︎