> > > LIBREAS. Library Ideas # 2

INFODATA-eDepot - Die neue Datenbank des Informationszentrums für Informationswissenschaft und -praxis

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Zitiervorschlag
Annette Bassenge, Karen Falke, "INFODATA-eDepot - Die neue Datenbank des Informationszentrums für Informationswissenschaft und -praxis". LIBREAS. Library Ideas, 2 ().


Das Informationszentrum für Informationswissenschaft und -praxis der Fachhochschule Potsdam ist aus dem Dokumentationszentrum für Informationswissenschaften der Deutschen Gesellschaft für Dokumentation (jetzt Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und -praxis) hervorgegangen und wurde 1993 in die Trägerschaft der Fachhochschule Potsdam überführt. Im gleichen Zeitraum etablierten sich sowohl der Fachbereich Archiv-Bibliothek-Dokumentation (jetzt Fachbereich Informationswissenschaften) als auch das Institut für Information und Dokumentation (IID) an derselben Fachhochschule. Damit wurde eine in Deutschland einmalige Zusammenfassung von Ausbildung und Dienstleistung für den Bereich der Information und Dokumentation in Potsdam geschaffen, die auch nachhaltige Synergien für die informatorische Praxis entwickeln konnte.

Das Informationszentrum produziert seit 1976 die Literaturdatenbank INFODATA, die zur Zeit fast 100.000 Dokumentationseinheiten umfasst. Inhaltliche Schwerpunkte dieser Datenbank sind die Information/Dokumentation sowie deren Anwendung z. B. im Bereich der Wirtschaft.

Im Jahr 2003 hat das IZ damit begonnen, die Volltextdatenbank INFODATA-eDepot aufzubauen, die elektronische Dokumente von Autoren deutschsprachiger informationswissenschaftlicher Ausbildungseinrichtungen enthält. Gesammelt werden außer elektronischen Veröffentlichungen von Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern auch Hochschulschriften (Diplomarbeiten, Dissertationen und Abschlussarbeiten) sowie Tagungsberichte, Festschriften und Schriftenreihen. INFODATA-eDepot enthält inzwischen ca. 500 elektronische Dokumente.

Verbunden mit dem Aufbau der Datenbank INFODATA-eDepot sind folgende Ziele:

  • die Sammlung und Bündelung der verteilt existierenden elektronischen informationswissenschaftlichen Dokumente in einer Datenbank und damit die Gewährleistungeines einheitlichen Zugriffs auf diese Dokumente,
  • die Bildung von Synergieeffekten zwischen Ausbildungseinrichtungen und Studierenden des Faches Informationswissenschaft durch eine umfangreiche, transparente Ressource an elektronischen Materialien,
  • die Schaffung eines Mehrwertes durch die professionelle fachinformatorische Erschließung der Dokumente mittels der klassischen INFODATA-Erschließungsmittel Klassifikation und Thesaurus ergänzt durch Metadaten,
  • die Organisation professioneller kostenloser Zugriffsmöglichkeiten auf die Daten und Volltexte,
  • und die dauerhafte Archivierung dieser elektronischen Materialien.

Die Startseite von INFODATA-eDepot bietet sowohl die Möglichkeit des Browsens nach Volltexten, sortiert nach Ausbildungseinrichtungen oder Autoren als auch die des Recherchierens über eine klassische Suchoberfläche. Letztere ermöglicht die freie oder kategorienbezogene Suche (nach Deskriptoren und Schlagwörtern, Autoren und Institutionen, Titeln, Sprache, Zeiträumen und Dateiformaten). Eine weitere Suchoption stellt der INFODATA-Thesaurus dar, über den sich direkt eine inhaltliche Trefferliste zusammenstellen lässt.

Obwohl die Datenbank INFODATA-eDepot noch so "jung" ist, kann das Informationszentrum schon jetzt mit Stolz auf eine große Akzeptanz von vielen Autoren verweisen, die die Vorzüge dieser Datenbank erkannt haben, und ihre elektronischen Dokumente auf diese Art und Weise kostenlos für alle Interessenten zugänglich machen. Somit kann diese Datenbank langfristig zu einer für die informationswissenschaftliche Ausbildung grundlegenden Informationsbasis heranwachsen.

Vielen Dank an alle, die uns hierbei unterstützen.


Annette Bassenge ist Mitarbeiterin am Informationszentrum für Informationswissenschaft an der Fachhochschule in Potsdam.

Karen Falke ist Leiterin der Hochschulbibliothek der Fachhochschule Potsdam sowie des Informationszentrums für Informatiuonswissenschaft- und Praxis.