> > > LIBREAS. Library Ideas # 19

Download PDF @ edoc HU Berlin
urn:nbn:de:kobv:11-100195029

Rezension zu: Julia Bergmann und Patrick Danowski (Hg.) 2010: Handbuch Bibliothek 2.0, Bibliothekspraxis 41, Berlin ; New York, NY : De Gruyter Saur, ISBN 978-3-11-023209-7, Preis: 59,95 €


Zitiervorschlag
Annekathrin Genest, "Rezension zu: Julia Bergmann und Patrick Danowski (Hg.) 2010: Handbuch Bibliothek 2.0, Bibliothekspraxis 41, Berlin ; New York, NY : De Gruyter Saur, ISBN 978-3-11-023209-7, Preis: 59,95 €". LIBREAS. Library Ideas, 19 ().


”Handbuch Bibliothek 2.0“ – der Titel des vorliegenden Sammelbandes weckt sehr gegensätzliche Assoziationen: Ein Handbuch verspricht Überblick, Grundlagen, Systematik, methodische Fundiertheit und terminologische Schärfe auf bedrucktem Papier zwischen zwei Buchdeckeln mit Fußnoten, Register und Bibliographie. Ein Leitfaden, ein Standard- und Nachschlagewerk, verfasst von Autoren mit wissenschaftlicher Reputation und bei einem seriösen Verlag erschienen.

Die im Zusammenhang mit dem World Wide Web aufgekommene und inzwischen mit vielen Begriffen kombinierte Versionsnummer 2.0 steht für Informationen in Echtzeit mit kurzem Verfallsdatum, das Provisorium nicht als Übergangs-, sondern Normalzustand (”Perpetual Beta“), Software-Communities, Nerds, Webevangelisten, Piraten, die papierlos in einer szeneeigenen, mit kryptischen Abkürzungen, Anglismen und Emoticons angereicherten Kurzsprache kommunizieren. Etablierte Publikationsformen und damit verbundene Institutionen und Rechtsnormen werden infrage gestellt, gewohnte, lineare Textstrukturen aufgelöst, Interaktion ermöglicht.

Wo wird sich die Bibliothek, die traditionell eher für die im ersten Abschnitt genannten Werte steht, in diesem Kontext verorten?

Dem Thema und der Platzierung des Titels in der de Gruyter Saur-Reihe ”Bibliothekspraxis“ angemessen, könnte man den Titel auch im Sinne von ”User Manual“ interpretieren. Auf die Bibliothek übertragen, lässt die Versionsnummer ”2.0“ eine Anleitung zur Implementierung externer Webdienste in Serviceprofil, Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen erwarten, ein ”How To“ zur Nutzung interaktiver, webbasierter Programme und dazu passender Formate und Geräte.

Das Inhaltsverzeichnis listet in loser Reihenfolge Kapitel zum Selbstverständnis von Berufsbild und Institution, zu rechtlichen und technischen Fragen, einzelnen Anwendungen, Datenformaten und Endgeräten sowie Projekt-, Praxis- und Erfahrungsberichte. Diese jeweils breit untergliederten Kapitel liegen parallel als PDF-Dokument im Rahmen einer E-Book-Version vor. [Fn 01] Mehr als 33 Beiträger waren am Sammelband beteiligt, alle entschieden sich für Web-2.0-gerechte Creativ-Commons-Lizenzen.

Selbstverständnis und Perspektiven

Einleitende Funktion hat das von den Herausgebern verfasste Kapitel ”Ist Bibliothek 2.0 überhaupt noch relevant?“ Der vorliegende Band soll ”einen Überblick der aktuellen Diskussion zum Thema Bibliothek 2.0 geben und den Stand der tatsächlichen Umsetzung der Web 2.0-Ansätze in deutschsprachigen Bibliotheken beleuchten”. Die Herausgeber verteidigen den im Begriff ”Bibliothek 2.0“ implizierten Versionssprung, da sie den Einsatz von sozialer Software als wesentliche Verbesserung der herkömmlichen Bibliothek (”1.0“) betrachten. Bei der Definition des Begriffs ”Web 2.0“ orientieren sie sich an den Gliederungspunkten eines Aufsatzes mit dem Titel ”What is Web 2.0?“ des Verlegers Tim O’Reilly aus dem Jahr 2005, ohne die einzelnen Aspekte näher zu erläutern. Stichworte wie ”Mobile Endgeräte”, ”Location based Services”, ”Augmented Reality” und ”Open Linked Data” werden in jeweils eigenen Unterkapiteln in einen bibliothekarischen Kontext gestellt. Die Frage nach Perspektiven und Relevanz einer Bibliothek 2.0 wird aufgeworfen, gefolgt von einer Vorschau auf die im Band enthaltenen Beiträge.

Karsten Schuldt wendet zum Auftakt das soziologische Konzept der “Openness” auf die Rolle der Bibliothek als “demokratische und demokratiefördernde Einrichtung” an. Er beschreibt unter Einbeziehung des gesellschaftlichen Umfelds Entwicklungsmöglichkeiten der Bibliothek im Internetzeitalter. Er postuliert ein bibliothekarisches Ethos, das sich die ”Verteidigung von Meinungsfreiheit, demokratischer Diskussionskultur und eine auf die Selbstbestimmung des Menschen ausgerichteten Bildung beinhaltet”. Wie ein solches Konzept mit Leben erfüllt werden könnte, schildert Sibylle Rudin unter dem Titel ”Tuben, Festzeit und Gesichtsbücher: Die Wahrnehmung einer neuen Informationswelt in einer öffentlichen Bibliothek“ am Beispiel der Kantonsbibliothek Baselland. Die Bibliothek als Organisation und ihre sich verändernde Kommunikation nach innen und außen behandeln auch die Praxisberichte und konzeptionellen Überlegungen zu einer ”Bibliothek 2.0” aus der Stadtbücherei Nordenham und der Universitätsbibliothek Dortmund. Anastasia Schadt, Jessica Euler und Dierk Eichel verorten Social-Media-Aktivitäten im Kontext der Öffentlichkeitsarbeit von Bibliotheken. Ihr Beitrag bietet ferner einen Überblick über die gängigsten Webdienste und -Werkzeuge in diesem Bereich.

Erschließen und Verknüpfen, Suchen und Finden

Der Katalog ist das wichtigste und meistbenutzte Online-Tool von Bibliotheken. Recherchestrategien werden heute allerdings vorwiegend durch Erfahrungen mit Suchmaschinen geprägt. Der Online-Buchhandel bietet Kommentar-, Benachrichtigungs- Vorschlags- und Listenfunktionen. Einer Suchanfrage in einem Online-Katalog liegt zunehmend nicht nur die Frage nach Vorhandensein und Standort eines Titels in einer konkreten Bibliothek zugrunde, sondern zunehmend das Bedürfnis nach einfachem und schnellstmöglichem Zugang – Durchsuchbarkeit, Ausleihe bzw. Erwerb online, vor Ort oder in der Nähe. Diesen veränderten Nutzungsgewohnheiten und Erwartungen Rechnung tragend befasst sich eine Reihe von Beiträgen mit dem Thema ”Katalog 2.0“, so unter anderem der gleichnamige Text von Fabienne Kneifel sowie Projektberichte aus Hamburg, Köln und Dortmund. Merkmale eines solchen Katalogs neuerer Generation sind die Implementierung von Suchmaschinentechnologien und offene Schnittstellen zu externen Anbietern von webbasierter Software, Anreicherung bzw. Verknüpfung mit Inhalten Dritter und interaktive Funktionen. In diesem Zusammenhang sind typische Web 2.0-Begriffe wie Mashup und Tagging relevant. Das Aggregieren, Filtern und Kombinieren von Webinhalten thematisieren Manfred Nowak, Lambert Heller und Sascha Korzen. Webdienste werden vorgestellt, technische Grundlagen, insbesondere RSS-Feeds, erläutert und bibliothekarische Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt. Das passende Praxisbeispiel zu diesem Artikel liefert Oliver Flimm mit seinem bereits erwähnten Beitrag zum Kölner Universitäts-Gesamtkatalog (KUG) mit dem Titel ”Anreicherungen, Mashups und Vernetzungen von Titeln in einem heterogenen Katalogverbund“.

Tagging als Community-basierte inhaltliche Erschließung digitaler Medien ist das Thema des Beitrags von Christof Niemann und Stephan Müller. Die Autoren behandeln Forschungsstand, Desiderate und methodische Defizite bei der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Tagging-Systemen. Sie stellen ein Modell zur inhaltlich-intellektuellen Analyse vor und ermuntern Informationsspezialisten dazu, Strategien und Tendenzen beim aktiven Tagging auf entsprechenden Plattformen zu beobachten, zu analysieren und in die Entwicklung neuer Erschließungs- und Rechercheumgebungen einfließen zu lassen.

Einen kritischen Blick auf den OPAC als Suchmaschine, insbesondere auf dessen Benutzerfreundlichkeit (Usability), wirft Dirk Lewandowski. Besonders wichtig sind ihm die Verarbeitung der Suchanfragen und eine sinnvolle Präsentation der Trefferliste. Er stellt verschiedene Rankingverfahren vor und empfiehlt für die Weiterentwicklung die Berücksichtigung der Analyse von Massendaten aus den Logfiles, der vom Server automatisch erzeugten Dokumentation der Suchanfragen.

Dienste, Daten, Formate und Geräte

Einige Beiträge des Sammelbandes haben einzelne Webdienste oder Typen von Online-Werkzeugen zum Thema. Eine Anleitung zum erfolgreichen Bloggen liefert Claudia Rietdorf am Beispiel des Weblogs der Stadtbibliothek Salzgitter, wobei sie sich weniger auf die technische Seite des Publishing-Systems als auf die Inhalte und deren Entstehungsprozess konzentriert. Silvia Czerwinski und Jakob Voss stellen den kollaborativen Web-Katalog vorwiegend privater Büchersammlungen ”LibraryThing“ vor. Auch hier geht es um Tagging, Schnittstellen zu anderen Anwendungen und Web-Communities rund um das Medium Buch. Eine Nutzung des Dienstes durch Bibliotheken liegt also nahe, ihre Möglichkeiten und Grenzen werden aufgezeigt.

Der Bereich Multimedia wird durch Plädoyers für die stärkere Berücksichtigung von Computerspielen (Christoph Deeg) und Podcasts (Christian Spließ) in Bibliotheken in einem jeweils eigenen Kapitel behandelt.

Um bibliographische Daten in Web 2.0-Umgebungen nutzen und verarbeiten zu können, bedarf es geeigneter Austauschformate. Carsten M. Schulze stellt in seinem Beitrag verschiedene Mikroformate vor und führt Beispiele für deren Implementierung in Bibliothekskataloge und Literaturverwaltungsprogramme an.

Eine Herausforderung für die Online-Angebote von Bibliotheken ist die zunehmend mobile Nutzung von digitalen Medien und Internet. Regina Pfeifenberger behandelt in ihrem Artikel ”Bibliothek für unterwegs“ entsprechende Geräte, Anwendungen und Geschäftsmodelle. Sie nennt Praxisbeispiele für mobile Bibliotheksdienste wie SMS-Benachrichtigung, Apps (für die Nutzung auf mobilen Geräten optimierte Nutzerschnittstellen z.B. für OPAC, Ausleihsystem etc,) oder QR-Barcodes (mit Mobilgeräten auslesbare ”Links“ zu einzelnen Serviceangeboten, Medien, Standorten etc.). Einen Überblick über die Entwicklung von E-Book-Readern und die Eignung von Smartphones und Tablets zum Lesen verschiedener E-Book-Formate oder elektronischer Zeitungen und Zeitschriften gibt Rudolf Mumenthaler. Er diskutiert Anschaffungskriterien wie das Angebot passender E-Books und deren Verwaltung, Dateiformate, Bildschirm, Akkulaufzeit etc. und problematisiert lizenzrechtliche Probleme sowie die mangelnde Kompatibilität verschiedener Plattformen und DRM-Systeme in diesem Bereich.

Teaching library, learning librarian...

Die Rolle von Bibliotheken bei der Förderung von Informationskompetenz im Bereich Web 2.0 greifen Christian Hauschke und Edlef Stabenau in ihrem Praxisbericht ”Lernen 2.0” auf. Ausgehend von der Frage, wo die Informationskompetenz beim Bibliothekspersonal selbst herkommen soll, schildern sie ihre Erfahrungen mit der Anpassung und Durchführung des Webinars ”Learning 2.0” von Helene Blowers und fordern die Ablösung zentraler, statischer Fortbildungskurse durch dynamische Selbstlernkurse. [Fn 02] In einem weiteren Artikel zu diesem Themenkomplex von Jürgen Plieninger und Wolfgang Thieme geht es um den Einsatz webbasierter Software in der Weiterbildung. Aspekte wie Informationssuche, Dokumentation, Community-Building, Außendarstellung und Kooperation werden in die Untersuchung einbezogen.

Ein großes Informationsdefizit und somit Fortbildungsbedarf besteht im Bereich Online-Recht. Bernd Juraschko stellt die wichtigsten Standards und Rechtsquellen zum ”Datenschutz in der Bibliothek 2.0” vor. Am Beispiel von E-Learning in einer Hochschulbibliothek erläutert er datenschutzrechtliche Risiken der Personalisierung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Web 2.0-Anwendungen. Ausgehend vom Anliegen der Wahrung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und der Forderung nach Transparenz der Datenverarbeitung und Datensicherheit und mit dem Hinweis auf eine ”Gesetzeskonkurrenz“ in vielen Bereichen erörtert er für Online-Angebote von Bibliotheken relevante Fragen.

Die Beiträge des Bandes stützen sich zum großen Teil auf Online-Quellen, die in den Fußnoten nachgewiesen werden. Wurde publizierte Literatur verwendet, wird diese im Anschluss an jedes Kapitel angeführt. Der Band schließt mit einem Autorenverzeichnis mit Kurzbiographien und einer Liste der Lizenzen für die einzelnen Artikel.

Fazit

Eignet sich ein Marketing-Slogan, ein Buzzword wie ”Bibliothek 2.0“ zur Abhandlung im Rahmen eines klassischen Handbuches? Hätte ein etwas weniger programmatischer Titel wie z.B. ”Bibliothek und Web 2.0“ mehr konzeptionelle Stringenz ermöglicht? Die begriffliche Unschärfe im Titel scheint eine thematische Eingrenzung und die klare, nachvollziehbare Gliederung des Inhalts zu behindern. [Fn 03] Eine kritische Distanz zum Untersuchungsgegenstand wird stellenweise nicht gewahrt, die Nutzung externer Dienste und Daten und die Interaktivität von Webanwendungen werden vorwiegend als ”Wert an sich“ gesehen, ohne dass sich der Bezug zum Bedarf, tatsächlichen Nutzen oder damit verbundenem Verlust von Transparenz, Gestaltungsmöglichkeiten und Selbstbestimmung herausgearbeitet findet. Auch weitere Merkmale, die einen Sammelband zum Nachschlagewerk machen, fehlen oder sind nur im Ansatz vorhanden: Ein Überblick über den Stand der Diskussion, die inhaltliche Erschließung durch Register und Verzeichnisse und eine Auswahlbibliographie der wichtigsten, weiterführenden Informationsquellen. Fokussierung und Abstraktionsniveau der Beiträge sind sehr unterschiedlich, so ergeben sich Redundanzen und an anderer Stelle fehlende Grundlagenvermittlung. Viele hier unter dem Titel ”Bibliothek 2.0“ aufgeführte Aspekte gehören thematisch ebenso zum klassischen Internet oder zum Bereich digitale Medien bzw. Multimedia.

Die einzelnen Artikel können jedoch trotz bereits ein Jahr nach Erscheinen eingetretenem Aktualitätsverlust in die jeweilige Thematik einführen, dies gilt vor allem für die Beiträge zum Datenschutz, Suchmaschinentechnologie und einzelne Daten- und Multimediaformate. Auch Praxis- und Projektberichte sind für sich genommen wertvolle Informationsquellen, zumal der zeitliche Abstand zwischen Entstehen und Erscheinen beim vorliegenden Titel nicht so hoch ist wie sonst z.B. bei Tagungsbänden üblich.

Interaktive Software scheint (noch?) keine geeignete Umgebung für die Veröffentlichung längerer Texte oder gar Fachpublikationen zu bieten, vor allem wenn es an der notwendigen ”kritischen Masse“ von Interessenten oder einer etablierten, redigierenden Plattform mangelt. Der oben erwähnte Beitrag ”Mashups und Bibliotheken“ beginnt mit dem Verweis auf die Parallelpublikation in einem Wiki und eine Zotero-Gruppe zum Thema mit ausdrücklicher Aufforderung zur Diskussion und Aktualisierung, die allerdings auf geringes Echo stieß. Social Tagging jenseits von flüchtigen Twitter-Hashtags scheint inzwischen ein wenig aus der Mode gekommen. Mashups werden, den Titel des entsprechenden Handbuchkapitels aufgreifend, durch Konsolidierung des Angebots, Kundenbindung (”Lock-in“) und rechtliche Grenzen zunehmend zur ”Mischen Impossible“. Um sich über Entwicklungen im Bereich Soziale Software und Mobile Internetnutzung auf dem Laufenden zu halten, empfiehlt sich ohnehin eher das Ausprobieren, der gelegentliche Besuch eines Elektronikmarktes und der Blick in einschlägige Technik-Blogs und Computermagazine.

Technische und gesellschaftliche Entwicklungen gehen weder in größerem Umfang von Bibliotheken aus, noch werden sie von ihnen maßgeblich geprägt. Es stellt sich vielmehr die Frage, wie sich die Bibliotheken zu diesen Entwicklungen verhalten, welche Impulse sie durch Nachfrage oder Kritik setzen können, wie sie ihre Marktmacht als Großabnehmer und Dienstleister im Bereich Medien, Daten und Infrastruktur im Interesse ihres gesellschaftlichen Auftrags einsetzen und wie sie es selbst mit der ”Offenheit“ von Schnittstellen und Standards halten. Darüber sollte weiterhin kontrovers diskutiert und auch in klassischer Form publiziert werden.

Es erstaunt, dass der Einfluss des Web 2.0 auf die bibliothekarische Fachöffentlichkeit im ”Handbuch Bibliothek 2.0“ nicht thematisiert wird. In den letzten Jahren hat sich hier eine Community etabliert, die Kommunikationswege und Konferenzformate aus dem Social Web nutzt und weiterentwickelt. An die Idee des Barcamps anknüpfende Unkonferenzen wie das Bibcamp, Austausch am Rande etablierter Tagungen und die zunehmende Berücksichtigung entsprechender Themen im offiziellen Programm – beim diesjährigen Bibliothekartag in einer eigenen Kategorie ”Bibliothek x.0“ gelistet – sind ein deutlicher Trend. Das vorliegende ”Handbuch“ sollte also weniger als umfassende Darstellung des Themas verstanden werden, sondern als Werkstattbericht mit Zeitstempel.


Fußnoten

[01] eBook ISBN: 978-3-11-023210-3, DOI: 10.1515/9783110232103, Permalink http://dx.doi.org/10.1515/9783110232103 [zurück]

[02] Charlotte Mecklenburg Library Learning 2.0-Programm http://plcmclearning.blogspot.com [zurück]

[03] Zur Kritik des Begriffs "Library 2.0" auch Kaden, Ben: Library 2.0. In: Library 2.0 und Wissenschaftskommunikation. Berlin: 2009, S. 29-44. [zurück]


Annekathrin Genest hat Slawistik und Politikwissenschaft studiert und das postgraduale Fernstudium am Insitut für Bibliothekswissenschaft der Humboldt-Universität Berlin absolviert. Sie ist Bibliothekarin am Polnischen Institut Berlin und arbeitet freiberuflich im Bereich wissenschaftliche Dienstleistungen.