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Um etwas Neues zu begreifen, ziehen wir zumeist das heran, womit
wir bereits vertraut sind. Die Sprach- und Kognitionswissenschaft
kennt die Theorie der konzeptuellen Metapher, um diesen Prozess
zu beschreiben (Lakoff und Johnson, 2007).
Konzeptuelle Metaphern sind in unserem Denken allgegenwärtig
und manifestieren sich davon abgeleitet in unserer Sprache. Sie
motivieren ganz alltägliche Ausdrücke, wie z. B.
begreifen: so, wie uns die haptisch-sinnliche Erfahrung des Anfassens
einem Gegenstand kognitiv näher bringt, weil wir die Erfahrung
gemeinsam mit dem Gegenstand abspeichern und später auf verschiedene
Vertreter dieses Typs erweitern (Kaninchen haben weiches Fell, Steine
sind hart), interpretieren wir auch den Prozess des Verstehens.
Wir fassen etwas mental an und machen es uns so zu eigen, wenn wir
es begreifen.
Konzeptuelle Metaphern werden irgendwann so alltäglich, dass
wir sie nicht mehr als solche wahrnehmen, aber sie geben auch als
Fossile noch Aufschluss darüber, wie sehr wir Abstraktes durch
Konkretes und Neues durch Bekanntes verstehen. Spannend wird es
besonders dort, wo wir unsere Umwelt durch unsere Tendenz zur metaphorischen
Übertragung überhaupt erst gestalten; also dort, wo wir
gewissermaßen eine konzeptuelle Leerstelle mit Sinn füllen
müssen.
Das Internet ist eine solche konzeptuelle Leerstelle. Betrachtet
man vorsichtig unsere bisherigen Versuche, sie zu füllen, so
wird schnell sichtbar, wie sehr wir bekannte Konzepte heranziehen,
die mit der Technologie, die wir tatsächlich benutzen, zunächst
wenig zu tun haben bzw. keinerlei Aufschluss darüber geben,
wie diese Technologie tatsächlich funktioniert. Stattdessen
stellen wir Analogien zwischen Informationsmedien wie Büchern
und „Informationsorten“ wie Bibliotheken und digitaler
Technologie her und recyceln die Vokabeln, die wir bereits durch
den Umgang mit Informationen in vordigitalen Kontexten kennen. Begriffe
wie „Desktop“, „Datei“, „Ordner“,
„Browser“, „Lesezeichen“, „Seite“,
„E-Mail“ reflektieren diesen Gebrauch und unterstreichen
unsere Fixierung auf das Gegenständliche. In seiner frühen
Entwicklungsphase wurde das WWW häufig als Bibliothek der Bibliotheken
charakterisiert; als Wissensspeicher, in dem Informationen nach
den gleichen Prinzipien angeordnet werden, wie in einem Papierarchiv,
und auch heute noch wird diese Bild manchmal bemüht (Wallace,
1999).
Die konzeptuelle Analogie des Webs als digitaler Entsprechung
von Bibliotheken und Archiven basiert auf einer noch grundlegenderen
Metapher. Wir verstehen das Internet ganz allgemein als Raum, in
den wir Dinge „einstellen“ und „hochladen"
und aus dem wir „herunterladen“ – wo sind eigentlich
genau „oben“ und „unten“? Wir sprechen von
Informationen „auf“ einer Website, gehen „ins“
Netz und sind „drin“.
Aber wann sind wir heutzutage eigentlich noch draußen? Die
Metapher des virtuellen Raums, den wir nur für kurze Stippvisiten
betreten, wird dort umso weniger griffig und nützlich, wo er
keine Alternative zum realen Raum darstellt, sondern mit diesem
immer stärker zusammenfällt, wie dies zunehmend durch
ständige Konnektivität und mobile Endgeräte geschieht.
Setzt man unterwegs sein Mobiltelefon mit Internetfunktion ein,
um etwas über die Restaurants in der Umgebung zu erfahren,
bewegt man sich nicht mehr im alternativen Cyberspace, sondern einfach
in der semantisch-informationell erweiterten digitalen Alltagsrealität.
Es vollzieht sich eine simultane Entwicklung im Object Web, in welchem
wir selbst direkt mit verbildlichten Informationsressourcen umgehen,
in zwei (verwandte) Richtungen: hin zum Social Web, in dem wir uns
selbst darstellen und miteinander kommunizieren, und hin zum Semantic
Web, in dem Informationen durch deren Inbeziehungsetzung für
den Computer interpretierbar werden. Social und Semantic Web ist
einerseits gemein, dass in ihnen Prozesse ablaufen, die keine prädigitalen
Vorläufer mehr haben, sondern tatsächlich nur dort existieren
(so kann man z. B. auch offline ein Photoalbum besitzen oder
Tagebuch führen, nicht aber via Papier twittern oder seinen
Status aktualisieren).
Andererseits zeichnen sie sich aus Nutzersicht dadurch aus, dass
dort Kommunikation stattfindet, und nicht die simulierte Interaktion
mit verdinglichten Informationen. In diesem Discourse Web kommunizieren
wir entweder mit anderen Menschen oder mit Agenten, die durch Kommunikation
bedient werden, wie wenn wir beispielsweise eine Frage an eine moderne
Suchmaschine richten. Das neue Web ist also eine Umgebung, in der
wir Dinge erfahren, indem wir kommunizieren, nicht indem wir stumm
und auf uns allein gestellt einen künstlichen Raum voller imaginierter
Datenträger durchsuchen.
Seit der Einführung grafischer Benutzerinterfaces
in den 1980er Jahren basiert unsere Erfahrung des Computers stark
auf visuell-räumlichen Metaphern; auf Räumen, in denen
wir uns alleine bewegen. Während Programmier- und Befehlssprachen
eine weitere Interaktionsmöglichkeit mit dem Computer darstellen,
muss ihr Vokabular erst erlernt werden, während die visuelle
Sprache eines GUIs (Graphische Benutzeroberfläche) auf bekannten
und universellen Konzepten aufbaut. Wir beschreiben das Internet
ebenso wie die Umgebung unseres heimischen Desktops sprachlich primär
als Umgebung, die implizit den gleichen Gesetzmäßigkeiten
gehorcht wie unser gewohntes räumliches Umfeld. Dateien werden
als Verdinglichung von Informationen verstanden, die wir in die
Hand nehmen und bearbeiten, löschen, kopieren, von einem Ort
zum anderen transportieren, ein- und auspacken, verschicken, verschlagworten,
versteigern, verschenken und aus Sicht der Contentindustrie auch
stehlen können.
Unsere Begrifflichkeiten spiegeln zumeist nicht die technische Realität
des Internets oder der Geräte, mit dem wir es erfahrbar machen
wider – das müssen sie aber pragmatisch betrachtet auch
nicht. Vielmehr wird durch die Auswahl unserer Metaphern klar, wie
wir abstrakte Informationsressourcen als Gegenstände, Orte
und stoffliche Informationsträger behandeln, weil wir mit diesen
Kategorien gut vertraut sind. Problematisch werden die Raum- und
Gegenstandsmetaphern aber dort, wo virtuelle Räume und Gegenstände
nicht mehr die Eigenschaften ihrer Vorlagen aufweisen. So liefern
z. B. die meisten Suchanfragen wesentlich mehr Treffer, als
wir tatsächlich anschauen können – die virtuelle
Bibliothek ist viel zu groß, als das wir ihre Regalreihen
jemals ablaufen könnten. Stattdessen formulieren wir daher
unsere Suchen zunehmend so, dass es auf sie eine einzige „optimale“
Antwort gibt: was ist X, wie teuer ist Y, wo kann ich Z kaufen etc.
Interessanterweise greifen wir damit auf eine Verhaltensweise zurück,
die der Informationssuche mittels physischer Datenträger vorausgeht
und die wir von Kindesbeinen an beherrschen: wir stellen Fragen.
Wer nicht fragt...
Mit dem Social Web ist eine alltägliche Dimension
in den Vordergrund getreten, die das Internet auch über klar
umgrenzte Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturkontexte hinaus zum
Universalmedium macht: der Dimension des Nutzers. Persönliche
Fotos, Texte und Videos werden in großer Vielzahl verbreitet,
Social Networking Sites, Blogs und Kommunikationsplattformen wie
Twitter verwischen die Grenzen zwischen öffentlicher und privater
Kommunikation. Die Informationen, die wir im Social Web generieren,
sind dabei nicht mehr die gleichen dekontextualisierten Artefakte
wie im Web 1.0, sondern gruppieren sich sozusagen um uns herum.
Das einende Element von Facebook-Profilen und Flickr-Fotos, der
Lieblingsmusik bei Last.fm, dem Gespräch via Skype und den
Nachrichten bei Twitter sind die Personen, denen die Informationen
zugeordnet werden können, ohne sie fehlt diesen Daten der sinngebende
Kontext – im Gegensatz zu den Nachbildungen physischer Informationsträger,
die das Web 1.0 dominierten, wie dem Brief, dem schwarzen Brett,
dem Buch oder der Zeitschrift, tragen Diskurs- und Interaktionsmetaphern
das Web 2.0. Was dort geschieht, vollzieht sich zwischen Personen,
auf einem konkreten Zeitstrahl und in einem konkreten Kontext –
ob nun konstruiert oder aus der Realität bezogen –, während
wir vorher zeit- und kontextfrei in Isolation mit abstrakten Informationsressourcen
interagiert haben.
Die Vertrauenswürdigkeit dieser vordigitalen
Informationsressourcen basierte primär auf deren bloßer
Existenz – die Veröffentlichung eines Buches oder die
Ausstrahlung einer Fernsehsendung ist in sich bereits Garant für
deren Relevanz. Viele prädigitale Übermittlungsformen
sind institutionell getragen und werden nach strengen Wirtschaftlichkeits-
und Relevanzkriterien erstellt und verbreitet; Kriterien, die mit
dem Wechsel vom Massen- zum Individualmedium in der Konsequenz wegfallen
und deren Abwesenheit zu Fragmentierung führt.
Die Reduktion der publikumsbezogenen Relevanz und somit auch der
wirtschaftlichen Verwertbarkeit von Informationen im Social Web
geht dabei einher mit dem Verlust der räumlichen Metapher.
Die Person, die ein Bild, einen Videoclip oder einen Blogeintrag
kreiert, ist die Klammer, die dieses Informationsbündel zusammenhält;
die digitale Überschrift, unter der unterschiedliche personenbezogene
Informationen gespeichert sind. Social Networks sind unter dem Aspekt
der quasi-universellen kognitiven Relevanz plausibel, die andere
Menschen für uns haben. Wir sind soziale Wesen und das Social
Web maximiert die Bedeutung unserer sozialen Informationen dadurch,
dass es sie dauerhaft für andere sichtbar macht.
Zwar lassen sich der Wert anderer Arten von Informationen
objektiver bestimmen (Börsenkurse, Patente und so weiter),
aber soziale Informationen haben dafür einen wesentlich universelleren
Charakter. Die Urlaubsfotos, die Lieblingsmusik und die Blogeinträge
von Freunden, Angehörigen oder Kollegen sind zumindest bis
zu einem gewissen Grad für deren Netzwerkumfeld interessant
und brauchen keine anderen Quellen der Relevanz. Gleichzeitig sind
selbst der Vergleich und die soziale Neugier gegenüber Unbekannten
erheblich.
Dass andere Menschen und die Informationen, die diese produzieren,
für uns automatisch interessant sind, ist evolutionär
einleuchtend: unser Wissen über andere bestimmt unsere Fähigkeit,
mit diesen umzugehen, und dies beeinflusst wiederum entscheidend
unsere Überlebenschancen. Gleichzeitig ist bei solchen Informationen,
die sich ausschließlich qualitativ bewerten lassen, das Vertrauen
in die Informationsquelle bestimmend und dieses Vertrauen beruht
auf der Beziehung zwischen Anbieter und Nutzer. Soziale Informationen
wirken also einerseits als Geste und Vertrauensangebot seitens des
Anbieters und dienen andererseits dem Informationsempfänger
als Vertrauensgrundlage.
Für Weblogs, Wikis oder Mikroblogs gibt es im
Gegensatz zu beispielsweise E-Mail und E-Books kein prädigitales
Äquivalent (auch wenn für Blogs oft fälschlicherweise
das Tagebuch als vermeintlicher Vorgänger herangezogen wird).
Diese Kommunikationsformen lassen unsere etablierten Metaphern hinter
sich und erzeugen etwas Neues: eine persistente, zeitunabhängige,
soziale Interaktion, in der wir ständig „drin“
sind. In ihr kommunizieren wir nicht mehr mit wenigen, bestimmten
Adressaten oder einer Pauschalöffentlichkeit, sondern stattdessen
mit einer selbst modellierten „Personal Public“, die
Interaktionspartner aus ganz verschiedenen sozialen Kontexten integriert.
Das Monopol auf den öffentlichen Raum als Informationsbühne,
zuvor den Massenmedien vorbehalten, existiert im Social Web nicht
mehr. Gleichzeitig ist auch die eine öffentliche Bühne
nicht mehr der zentrale Schauplatz öffentlicher Meinungsbildung.
Herausforderungen für die Wissenschaft
All dies ist deshalb für den modernen wissenschaftlichen
Kommunikationsbetrieb von Bedeutung, weil dieser maßgeblich
auf der Produktion und Rezeption von dekontextualisierten Informationsressourcen
in Form von wissenschaftlichen Artikeln, Bänden und Monographien
basiert. Wissenschaftliche Werke sind faktisch zumeist nur einem
Fachpublikum zugänglich und werden von diesem nach ihrem Wert
für den Forschungsfortschritt bewertet. Dabei sind Publikationen
für Wissenschaftler die zentralste Möglichkeit der Profilbildung.
Sie machen aus, wie sich ein Forscher für sein Forschungsumfeld
darstellt. Kenntnisse über die rhetorischen Konventionen und
Praktiken des jeweiligen Publikationsgenres in der eigenen Fachdisziplin
sind für den Prozess des wissenschaftlichen Schreibens ebenso
wichtig wie Methodenkenntnisse und der Überblick über
den Forschungsstand für die dem Schreiben vorausgehenden Schritte.
Der prädigitale Wissenschaftsbetrieb ist stark von der Form
seiner Wissensübertragung geprägt, also von den medialen
Eigenschaften, die Papier mit sich bringt.
Objektifizierung: Die
Publikation eines Artikels oder Buches ist mit der Produktion eines
konkreten Gegenstands verbunden. Die Herstellung dieses Gegenstands
folgt auch ökonomischen Gesichtspunkten und kann in der Regel
nur mit institutioneller Unterstützung stattfinden (z. B.
durch Verlage oder Universitäten). Die besonderen Anforderungen
des Produktionsprozesses (Seiten- und Kapitelaufteilung, Einband,
Anzahl identischer Exemplare) haben maßgeblichen Einfluss
auf die Form und somit auch auf die Bedeutung des Werkes.
Attribution/ Besitz: Ein
Buch oder Artikel kann zweifelsfrei einem Urheber zugeordnet werden,
der als dessen rechtlicher Besitzer dessen Verwertung unter festgelegten
Bedingungen gestattet. Die Urheberschaft des geistigen Werkes ist
unmittelbar verknüpft mit der Verwertung des materiellen Gegenstandes.
Der Autor hat die Kontrolle, der Leser ist passiv und in seinen
Rechten klar eingeschränkt.
Invariabilität/ Permanenz: Dadurch,
dass das wissenschaftliche Werk mit der medialen Form eines Buchs
oder Artikels identifiziert wird, wird dessen Invariabilität
einerseits technisch notwendig und andererseits intellektuell glaubhaft.
Die Permanenz wissenschaftlicher Werke erlaubt es, diachrone Entwicklungen
nachzuvollziehen und den Wissenschaftsprozess in Analogie an physische
Vorgänge als Aufbauprozess zu verstehen, bei dem eine Entwicklung
nicht nur zeitlich, sondern auch logisch einer anderen folgt.
Dekontextualisierung: Rhetorisch
betrachtet bietet ein wissenschaftliches Werk normalerweise keinen
Einblick in die situative Erfahrung seines Erstellers. Es nimmt
üblicherweise nicht die Perspektive des Wissenschaftlers ein
und „erzählt“ nicht. Es reflektiert nicht die subjektive
Erfahrungswelt seines Urhebers, sondern den Versuch, einen objektiv-analytischen
Standpunkt einzunehmen, indem der Autor wissenschaftliche Zusammenhänge
und nicht seine Person als argumentativen Ausgangspunkt nimmt. Diese,
für schriftsprachliche Formen rhetorisch charakteristische
Desubjektivierung und Dekontextualisierung, ist dabei klar vom Datenträger
Papier und dessen Invariabilität und Permanenz begünstigt
– nicht der Autor, sondern das Werk, in seiner Qualität
und Form von Kollegen und Verlag sanktioniert und produziert, spricht
außerhalb eines individuellen menschlichen Zeit- und Erlebniskontextes
mit eigener, autoritärer Stimme.
Autorität: Das
wissenschaftliche Werk bezieht so seine Autorität maßgeblich
aus seiner Form, und aus dem institutionellen Rahmen, der diese
Form ermöglicht. Es ist qua Existenz relevant, denn es hat
einen umfassenden Prüfungs- und Editierungsprozess durchlaufen.
Auch stilistisch setzt es sich deutlich von anderen, nicht institutionell
sanktionierten Ausdrucksformen wie z. B. persönlicher Korrespondenz
und gesprochener Sprache ab, um seinen besonderen Status zu unterstreichen.
Fazit
Etablierte Formen der wissenschaftlichen Kommunikation
sind also sprachlich und formal stark an den Datenträger Papier
angepasst, auch wenn diese im Internet publiziert werden.
Besonders die Geisteswissenschaften sind auf den Wandel vom Object
Web zum Discourse Web unzureichend eingestellt, weil
in ihnen die Identifikation mit dem Gegenstand Buch und den innerhalb
dieser Form gewachsenen rhetorischen Konventionen so stark ist.
Diese rhetorischen und formalen Konventionen sind dabei auf Dauer
nicht beliebig von einem Medium in ein anderes transplantierbar.
Auch wenn die Analogie von E-Journals, E-Books und Ähnlichem
eine nützliche kognitive Krücke darstellt, ist es doch
mehr als zweifelhaft, ob diese Metapher lange halten wird. So wie
die Konventionen wissenschaftlicher Journals und Bücher unter
ganz bestimmten technologischen und ökonomischen Bedingungen
entstanden sind, werden unter veränderten Bedingungen neue
Formen entstehen, die die wissenschaftliche Kommunikation langfristig
als stärker performativ, situativ, interaktiv und iterativ
rekonzeptualisieren werden. Grund für diesen Wandel wird der
Übergang von einer Entscheidergeneration zur nächsten
sein – von digital immigrants, die bekannte Konzepte
und Methoden von Papier auf das Internet übertragen, zu digital
natives, die mit Papier als primärem Wissens- und Datenträger
nichts mehr anfangen können.

Literatur
Lakoff, George, Johnson, Mark (2007): Leben in Metaphern.
Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern. 5. Auflage. Heidelberg:
Carl-Auer-Verlag, 2007.
Wallace, Patricia (1999): The psychology of the Internet.
Cambridge: Cambridge University Press, 1999.
Cornelius Puschmann ist wissenschaftlicher
Mitarbeiter und Postdoktorand im Fachbereich Englische Sprachwissenschaft
an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf. Er beschäftigt
sich unter anderem mit Internetkommunikation und mit den Auswirkungen
digitaler Technologien auf die Wissenschaft.
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