> > > LIBREAS. Library Ideas # 13

Download PDF @ edoc HU Berlin
urn:nbn:de:kobv:11-10091666

Rezension zu: Ahnis, Gabriele (2007) Informationsbedürfnisse in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit Wirtschaft, Recht, Bildung, Kultur = Potrzeby informacyjne we współpracy polsko-niemieckiej: Gospodarka – Prawo – Oświata – Kultura. Berlin: BibSpider, 349 S., € 15, ISBN 978-3-936960-22-8


Zitiervorschlag
Annekathrin Genest, "Rezension zu: Ahnis, Gabriele (2007) Informationsbedürfnisse in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit Wirtschaft, Recht, Bildung, Kultur = Potrzeby informacyjne we współpracy polsko-niemieckiej: Gospodarka – Prawo – Oświata – Kultura. Berlin: BibSpider, 349 S., € 15, ISBN 978-3-936960-22-8". LIBREAS. Library Ideas, 13 ().


Der zweisprachige Sammelband entstand im Rahmen einer Tagung, die im September 2005 von der Universitätsbibliothek der Viadrina Frankfurt/Oder, dem Deutsch-Polnischen Dokumentations- und Medienzentrum Słubice und dem Förderkreis für West-Ost Informationstransfer e.V. organisiert wurde. Zusammenarbeit durch gegenseitige Kenntnis fördern – so wird das Ziel der Tagung und der Publikation des Sammelbandes im Vorwort formuliert. Zwei Beiträge erscheinen geeignet, an das Thema heranzuführen: Wolfgang Ratzek greift den Tagungstitel auf, indem er Kultur definiert als „Gestaltung und Sicherung von Lebensräumen durch Institutionen, Werte und Konventionen, die gesellschaftliches Zusammenleben ermöglichen und erleichtern.“ Er schlägt einen Bogen zur Politik und zeichnet mit dem Vokabular der Globalisierungskritik ein eher negatives Bild heutiger Wirtschafts- und Informationskultur. Bibliotheken sollen als sinnstiftende Institutionen dafür Sorge tragen, dass die Informationstechnik den Bedürfnissen der Menschen angepasst, der ungehinderte Zugang zu Informationen und das Recht auf freie Meinungsäußerung gewährleistet, Informationspathologien aufgedeckt und die digitale Kluft überwunden wird.

Rainer Strzolka entwirft unter der Überschrift „Netzwerkbildung und neue Strategien“ eine Bibliothek als autopoietisches, sich selbst erschaffendes und erhaltendes System mit Gestaltungsspielraum hinsichtlich der eigenen Umweltbedingungen und fordert mehr Autonomie gegenüber politischen Vorgaben. Der betriebswirtschaftliche Terminus Wissensmanagement als Verbindung von organisationellem und individuellem Wissen sollte auch das bibliothekarische Leistungsspektrum begrifflich erfassen. In Strzolkas dezentralem Modell bildet die Bibliothek einen regionalen Knoten in einem offenen, strategischen Netzwerk. Bibliotheken sollten sich neu positionieren, mit der lokalen Wirtschaft in wechselseitige Beziehungen treten und so die Grundlage für die Entwicklung einer „intelligenten Region“ schaffen. Den Ist-Zustand des deutschen Bibliothekswesens sieht der Autor kritisch – Konzentration auf den Mainstream, Vernachlässigung lokalen Wissens im Zuge der Globalisierung, Homogenisierung und Virtualisierung von Informationen, fehlende Kooperation der unterschiedlichen Bibliothekstypen, starre Laufbahnmodelle und Scheinkonkurrenz der bibliothekarischen Verbände blockierten die Vernetzung und somit die Entwicklung eines zukunftsfähigen Berufsbildes.

Kooperationen und Bibliothekskonzepte

Wie eine Utopie klingt dagegen der Text von Kristin McDonough über die Science Industry and Business Library (SIBL) an der New York Public Library. Sie wurde durch den Zusammenschluss von speziellen Auskunftsbeständen der Forschungsabteilungen Wissenschaft/Technologie und Wirtschaft/Öffentliche Verwaltung sowie der Bibliothek der Mid Manhattan Central Bank unter Einbeziehung des dort beschäftigten Fachpersonals in einem ehemaligen Kaufhaus eingerichtet. Sie ist Deposit Library der US-Regierung, Patentbibliothek und funktioniert gleichermaßen als „Bienenstock“ für unternehmerische Tätigkeit, kommunales Zentrum und Ort für wissenschaftliche Forschung. Das Personal fokussiert seine Arbeit in speziellen Teams, bietet Kurse an und bildet sich selbst stetig weiter. Die SIBL beteiligt sich u.a. an einem Regierungsstipendium zur Unterstützung der Ausbildung von Bibliothekspersonal für ärmere Kommunen. In den Räumen der Bibliothek bieten erfahrene Unternehmer und Finanzmanager Existenzgründungsseminare an, im „Zentrum für Wirtschaftslösungen“ können Kleinunternehmer mit Experten sprechen und werden an die für ihr jeweiliges Problem zuständige kommunale Behörde verwiesen, was sowohl die öffentliche Wahrnehmung der Bibliothek als auch die Kenntnis und den Zugang zu Publikationen und Programmen der Stadtverwaltung deutlich verbessert.

Die USA setzen auch in ihrer auswärtigen Kulturarbeit Maßstäbe: An Botschaften oder Generalkonsulaten weltweit angesiedelte Information Resource Centers (IRC) haben die Aufgabe, Informationen in Form von Büchern, CD-ROMs, Online-Datenbanken, Zeitschriften über die Vereinigten Staaten in englischer Sprache bereitzustellen. Zielgruppen sind Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft sowie die breite Öffentlichkeit. Der Bericht von Thea Bohse-Ziganke über das IRC im Amerikanischen Generalkonsulat in Leipzig enthält viele Anregungen für die deutsch-polnische bibliothekarische Zusammenarbeit. Zum Beispiel werden in Kooperation mit der US-Botschaft in Berlin amerikanische Experten aus den Bereichen Bibliothek, Information und Dokumentation für Seminare, Vorträge und Workshops im Konsulardistrikt vermittelt, um den deutsch-amerikanischen Expertenaustausch zu fördern. Fachinformation für einzelne Zielgruppen wird über Newsletter verbreitet, so zum Beispiel der Library Infoalert.

Zwei Bibliotheksprojekte werden vorgestellt, die im deutsch-polnischen Kontext kooperieren: Paul S. Ulrich stellt InfoPoint vor, den multilingualen, kooperativen Auskunftsdienst der Zentral- und Landesbibliothek Berlin auf der Basis der OCLC-Software QuestionPoint. Besuchern der Website der ZLB wird dadurch ermöglicht, in ihrer Muttersprache (bzw. in einer Sprache, die sie besser beherrschen als die Deutsche) eine Anfrage an die Bibliothek zu richten. Die Anfragen können mit Unterstützung von Partnerbibliotheken im In- und Ausland dann auch in der jeweiligen Sprache beantwortet werden.[Fn1] Zeitnah zur Tagung in Słubice konnte der erste polnische Kooperationspartner für InfoPoint gefunden werden – das Deutsch-Polnische Dokumentations- und Medienzentrum (DPDMZ).Oder sowie Vertreter deutsch-polnischer Projekte und Initiativen, von Verwaltung, Bildungswesen, Wirtschaft und Kultur der Region.[Fn2]

Strukturelle Probleme der polnisch-deutschen Zusammenarbeit

Einige Beiträge des Sammelbandes informieren über administrative und rechtliche Rahmenbedingungen des europäischen Integrationsprozesses und grenzüberschreitender Kooperationen. Erheblicher Informationsbedarf besteht im Bereich EU-Richtlinien und Förderprogramme, vor allem in Ländern, die nicht in diese Strukturen hineingewachsen, sondern der Union in jüngerer Zeit beigetreten sind. Ivan Kanic referiert – im Anschluss an eine ausführliche Beschreibung des slowenischen Bibliothekswesens – die Arbeit der Europäischen Dokumentationszentren (EDC) in Slowenien und der EU Deposit Library an der National- und Universitätsbibliothek in Ljubljana. Themen, die besonders stark nachgefragt werden, sind unter anderem formale Anforderungen an Förderanträge, EU-Standards für Produkte, Vorschriften für die Kennzeichnung von Waren, Bildungsprogramme (Bologna-Prozess) sowie die Gesetzgebung im Bereich Handel und Finanzen.

Exemplarisch für die regionale Verwaltungsebene skizziert Guido Bockelmann, bei der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen zuständig für Fragen der Europa- und Regionalpolitik, die Wirtschaftsstruktur des Berliner Raumes im Hinblick auf deutsch-polnische Wirtschaftskontakte. Berlin mangele es an „Global Players“, kleinere und mittlere Unternehmen bestimmen das Bild. Für die Hauptstadtregion gewännen die westpolnischen Wojewodschaften mit ihren industriellen Zentren Szczecin, Poznan und Wrocław seit dem EU-Beitritt Polens immer mehr an Bedeutung, polnische Unternehmen und Investoren engagierten sich verstärkt in Berlin. Die Region mit circa 6 Millionen Konsumenten hat als Testmarkt für polnische Produkte großes Potential. Auch Unternehmen aus Berlin und Brandenburg wagten den Schritt über die Oder. 30.000 Polen sind in Berlin mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet, „ein Standortvorteil, der auch von Berliner Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte in Polen genutzt wird“ - so Bockelmann. Seine Behörde arbeitet auf das Ziel hin, die deutschen und polnischen Regionen beiderseits der Oder in Richtung eines gemeinsamen, integrierten Wirtschaftsraumes zu entwickeln, was deren Attraktivität im internationalen Wettbewerb deutlich steigern würde.

Für die administrative Ebene der Städte und Gemeinden beschreibt Marek Stawarczyk ausgehend von der Charta des Europarates die kommunale Selbstverwaltung in Deutschland und Polen, stellt die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus und ergänzt seine Ausführungen mit einer Auflistung der wichtigsten Rechtsquellen und weiterführender Literatur in polnischer Sprache.

Wie sich staatliche Maßnahmen zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung auf den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und Polen auswirken, beschreibt Stefan Kudert: Polen verfüge nicht über die finanziellen Mittel, Unternehmen über Investitionszuschüsse direkt zu fördern. Um dennoch Investoren aus dem In- und Ausland in strukturschwache Regionen zu locken, wurden von 1994-1997 Sonderwirtschaftszonen (SWZ) mit für Unternehmen besonders günstigen Steuerkonditionen geschaffen, so unter anderem die SWZ Kostrzyn-Słubice. Daraus ergeben sich in der deutsch-polnischen Grenzregion durch Kombination von deutschen Subventionen, polnischen Steuererleichterungen und noch bestehenden Preisunterschieden für Waren und Dienstleistungen attraktive Standortbedingungen. Kudert konstatiert hier erheblichen Informationsbedarf vor allem in steuerjuristischen und betriebswirtschaftlichen Fragen.

Wojciech Lisiewicz thematisiert aus der Perspektive des grenzüberschreitend tätigen Anwalts Unterschiede beim Zugang zu Rechtsquellen in Deutschland und Polen. Probleme findet er vor allem im Rechtsverständnis beider Länder, der fehlenden grenzüberschreitenden Informationsinfrastruktur (Buchhandel, Bibliotheken) und – was er besonders hervorhebt – im Sprachproblem begründet. Während im internationalen Verkehr in vielen Bereichen die englische Sprache dominiert, ist dies im deutsch-polnischen Rechtsverkehr wegen der verschiedenen Traditionen und Begrifflichkeiten im englischsprachigen Raum und auf dem europäischen Kontinent (Common vs. Civil Law) weder üblich noch sinnvoll. Schriftliche Übersetzungen von Gesetzestexten sind aufwendig und selten aktuell, Fachdolmetscher mit Fokus auf den deutsch-polnischen Rechtsverkehr sind schwer zu finden und sehr teuer. Eine Umfrage unter sächsischen Unternehmern ergab wenig überraschend, dass Rechtsunsicherheit als wichtigstes Hindernis für Investitionen in Polen oder Tschechien genannt wird. Lisiewicz und seine Kollegen von openlaw.pl bieten verschiedene Informationsdienstleistungen an, um diese Lücke zu verkleinern. Dabei werden kostenlose Angebote wie die Datenbank polnischer Gesetzestexte polskieustawy.com [Fn3] mit Abonnements der Übersetzungsdatenbank für Rechtstexte net4lawyer.com [Fn4] gegenfinanziert. Perspektivisch engagiert sich das Team für eine offene Online-Kommentierung der wichtigsten polnischen Rechtsakte auf Wiki-Basis.

Sehr aufschlussreich für die Analyse deutsch-polnischer – auch nonverbaler – Missverständnisse ist der auf dem „Knigge für deutsche (nicht-nur-) Unternehmer in Polen“ basierende, den Sammelband abschließende Artikel von Krzysztof Wojciechowski. [Fn5] Hier geht es um unterschiedliche Herangehensweisen bei der ersten Kontaktaufnahme, den Stellenwert schriftlicher Korrespondenz und Dokumentation, ein jeweils anderes Zeitgefühl, die Bedeutung privater Besuche und Geschenke im geschäftlichen Verkehr, Rituale im Rahmen von Verhandlungen und beim Vertragsabschluss. Leider fehlen in der deutschsprachigen Version des Textes die Hinweise für die Verständigung mittels Dolmetscher und über Besonderheiten bei Gesprächen und Verhandlungen, die simultan übersetzt werden.

Fazit: Potential nicht ausgeschöpft!

Das Konzept der Tagung – Vertreter gesellschaftlicher Gruppen, Firmen bzw. Institutionen zusammenzubringen, die Informationsbedürfnisse haben, verursachen oder zu befriedigen suchen – ist sinnvoll und geeignet, Bibliotheken stärker in den Fokus öffentlichen Interesses zu rücken. Der Inhalt des Tagungsbandes bleibt jedoch hinter den durch den Titel geweckten Erwartungen zurück, vor allem was die bibliothekarische Perspektive betrifft. Struktur und aktuelle Entwicklung des slowenischen Bibliothekswesens werden ausführlich dargestellt, solche Basisinformationen für Deutschland und Polen hätten den zweisprachigen Band zu einem Vademecum für die deutsch-polnische Bibliotheksarbeit aufwerten können. Beispiele für innovative, in ihrem Umfeld vielfältig vernetzte und Multiplikatoren in Wirtschaft, Politik, Justiz, Kultur und Bildung aktiv ansprechende Bibliotheksarbeit müssen weit hergeholt werden (USA), hiesige Beiträge verfallen zu oft in generelle Politik-, Kapitalismus-, oder Globalisierungskritik und überschätzen die tatsächliche gesellschaftliche Relevanz von Bibliotheken.
Es sollte eher dazu ermuntert werden, Unternehmergeist und Servicebewusstsein zu entwickeln, global oder zumindest grenzüberschreitend zu denken, Verbündete zu suchen und sich in den Diskurs zur Informationskultur und in politische Entscheidungsprozesse einzumischen. Konzeptionelle Überlegungen über die Rolle von Bibliotheken bei der grenzüberschreitenden regionalen Informationsversorgung jenseits urbaner Zentren kommen ebenfalls zu kurz. Wie könnte in diesem Kontext eine Zusammenarbeit und Kompetenzverteilung sowohl der verschiedenen Bibliothekstypen untereinander, als auch mit privaten, staatlichen oder gemeinnützigen Informationsdienstleistern funktionieren?

Interessant wäre auch eine Diskussion über die Konsequenzen der von Lisiewicz und Wojciechowski angesprochenen interkulturellen Verständigungsschwierigkeiten oder der von Kanic thematisierten Bürokratie im Rahmen des Europäischen Integrationsprozesses für deutsch-polnische Bibliotheksprojekte, schließlich wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auch in diesem Bereich durch EU-Programme gefördert. Die formalen Anforderungen an Antragstellung und Berichtswesen überfordern die Beteiligten schon in der eigenen Muttersprache. Für beide Seiten ist es oft schwierig, Ansprechpartner zu finden, mit denen menschlich, sprachlich und fachlich eine Kommunikation möglich ist.[Fn6]

Die potenziellen Kernbereiche deutsch-polnischer Bibliothekskooperation werden ebenfalls lediglich angedeutet. Rainer Strzolka kritisiert das mangelnde internationale Ressource Sharing deutscher Bibliotheken, dessen besondere Dimension im Hinblick auf die deutsch-polnische Geschichte bleibt im Sammelband jedoch unerwähnt: Hier geht es um Erhalt, bibliographischen Nachweis und Zugang sowohl zum gemeinsamen als auch zum jeweils fremden kulturellen Erbe. Die Zeitschriftendatenbank weist 17.538 Periodika mit dem Suchkriterium „Erscheinungsland Pl“ nach.[Fn7] Die Staatsbibliothek Berlin Preußischer Kulturbesitz sammelt seit ihrer Gründung Polonica und betreut das DFG-Sondersammelgebiet slawische Sprachen und Literaturen.[Fn8] Aufgrund der zum Teil systematischen Zerstörung von Polnischem Kulturgut in der NS-Zeit trägt Deutschland hier eine besondere Verantwortung. Infolge der Westverschiebung Polens im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges sind nach dem Provenienzprinzip umfangreiche deutschsprachige Bestände an polnische Bibliotheken und Archive übergegangen, so auch die historische Bibliothek der Universität Viadrina Frankfurt/Oder, die im Zusammenhang mit der Reorganisation des preußischen Universitätswesens 1811 nach Breslau verlegt wurde.

Ein deutsch-polnisches Gemeinschaftsprojekt zur Digitalisierung dieses Bestandes wurde zwar laut Tagungsprogramm in Słubice vorgestellt, fand aber leider im Sammelband keine Berücksichtigung.[Fn9] Der Beitrag von Gabriele Ahnis über Zusammenarbeit mit Polen am Beispiel der Fachhochschule Lausitz in Cottbus wird im Vorwort erwähnt, fehlt aber in der Publikation. Im Bereich Bildung, Kultur, sozialer und interkultureller Bibliotheksarbeit bleibt also noch viel Gesprächsstoff für künftige Tagungen dieser Art.[Fn10]

Insgesamt enthält der Band dennoch viele interessante Informationen und Anregungen. Besonders zu loben ist das mit beträchtlichem redaktionellem Aufwand verbundene Konzept der Zweisprachigkeit. Zum Schluss eine grundsätzliche Bemerkung zur Publikationsform: Sammelbände mit Proceedings erscheinen in der Regel 1-2 Jahre nach einer Tagung.

Da sie im Bibliotheksbereich oft projekt-, praxis- oder technikbezogen sind, veralten sie besonders schnell. Eine parallele Open-Access-Publikation im Netz – z. B. beim polnischen bibliothekarischen Informationsdienst EBIB [Fn11] – kann schneller erstellt und breiter rezipiert werden, den deutsch-polnischen Fachaustausch beleben und die vorgestellten Projekte bekannter machen.


Literatur:

Bagłjewska-Miglus, Ewa, Rainer Berg. Polnisch: Wörterbuch für Bibliotheken : Deutsch-Polnisch, Polnisch-Deutsch. Bibliotheksarbeit, 13. Wiesbaden: Harrassowitz, 2006.

Genest, Annekathrin: Biblioteka Instytutu Polskiego w Berlinie - biblioteka polska, polonijna czy berlińska? in: Szarski, Henryk, Kuziela, Małgorzata (Hrsg.) Z Problemów Bibliotek Naukowych Wrocłwia 6/2008. Wrocław, S. 29-36

Staatsbibliothek (Berlin), Antonius Jammers. Die Beziehungen der Berliner Staatsbibliothek nach Polen: Reflexionen zur Zeit- und Bestandsgeschichte. Wiesbaden: Reichert, 1997.

Wojciechowski, Krzysztof. Knigge für deutsche Unternehmer in Polen. Frankfurt (Oder): IHK, 2004.

Zakńad Narodowy im. Ossolińskich. Electronic information bulletin for librarians: EBIB. [Wrocław, Poland]: Polish Librarians Association, 1999.
http://www.ebib.info

Fußnoten

[Fn 1] http://www.zlb.de/fragen_sie_uns/ask_a_librarian (Zugriff 30.08.2008) (zurück)

[Fn 2] Das DPDMZ hat 2007 seine Tätigkeit eingestellt, der Internetauftritt wird zu Archivzwecken aufrechterhalten (Zugriff 30.08.2008): http://www.ewz.euv-frankfurt-o.de/DPDMZ/index.html (zurück)

[Fn 3] http://www.polskieustawy.com (Zugriff 30.08.2008) (zurück)

[Fn 4] http://www.net4lawyer.com (Zugriff 30.08.2008) (zurück)

[Fn 5] Wojciechowski, Krzysztof. Knigge für deutsche Unternehmer in Polen. Frankfurt (Oder): IHK, 2004. (zurück)

[Fn 6] für bibliothekarische Termini gibt es inzwischen ein Fachwörterbuch: Baglajewska-Miglus, Ewa, Rainer Berg. Polnisch: Wörterbuch für Bibliotheken : Deutsch-Polnisch, Polnisch-Deutsch. Bibliotheksarbeit, 13. Wiesbaden: Harrassowitz, 2006. (zurück)

[Fn 7] Gemeint ist das geografisch definierte Erscheinungsgebiet in den heutigen Grenzen der Republik Polen; Zeitschriftendatenbank (Zugriff 27.07.2008): http://dispatch.opac.ddb.de (zurück)

[Fn 8] Staatsbibliothek (Berlin), Antonius Jammers. Die Beziehungen der Berliner Staatsbibliothek nach Polen: Reflexionen zur Zeit- und Bestandsgeschichte. Wiesbaden: Reichert, 1997 (zurück)

[Fn 9] Tagungsprogramm und einzelne Beiträge auf den Archivseiten des DPDMZ (Zugriff 27.07.2008):
http://www.ewz.euv-frankfurt-o.de/DPDMZ/html_d/a_start_1a.html (zurück)

[Fn 10] Zur interkulturellen Bibliotheksarbeit im deutsch-polnischen Kontext mit Schwerpunkt Berlin-Brandenburg, vgl. Genest, Annekathrin: Biblioteka Instytutu Polskiego w Berlinie - biblioteka polska, polonijna czy berlińska? in: Szarski, Henryk, Kuziela, Malgorzata (Hrsg.) Z Problemów Bibliotek Naukowych Wrocławia 6/2008, S. 29-36, Wrocław (Zugriff 27.07.2008): http://www.ebib.info/publikacje/matkonf/mat17/genest.php (zurück)

[Fn 11] http://www.ebib.info/ (Zugriff 18.07.2008) (zurück)